Der Balken im Auge der Journalisten
Eigentlich wollte Petra Gerster in der "heute"-Sendung vom 05.11.09 zeigen, wie "dramatisch" die Einbrüche bei den Steuereinnahmen sind. Da jedoch bei Kategorien von 500 Milliarden Euro und mehr die Relationen schwer vermittelbar sind, schritt man zur hyperdeutlichen Graphik, in der die Balken nur ab 500 Milliarden gezeigt wurden:

Zwar stimmen die Zahlen – aber die Proportionen sind vollkommen falsch. Der Balken, der die Mindereinnahmen aufzeigen soll, umfasst gut 50% des Gesamtbalkens. Dem oberflächlichen Betrachter wird suggeriert: Die Steuereinnahmen halbieren sich.
Die "tagesschau" versteht dieses falsche Bild noch zu überbieten. Hier ist der Balken von 511 Milliarden im Verhältnis zu den 524 Milliarden links biel zu klein:
Aber was macht das schon? Hauptsache, man hat wieder schön mit Diagrammen gespielt. Das diese nicht stimmen, fällt ja nicht weiter auf. So ist Qualitätsjournalismus im Jahr 2009.

Zwar stimmen die Zahlen – aber die Proportionen sind vollkommen falsch. Der Balken, der die Mindereinnahmen aufzeigen soll, umfasst gut 50% des Gesamtbalkens. Dem oberflächlichen Betrachter wird suggeriert: Die Steuereinnahmen halbieren sich.
Die "tagesschau" versteht dieses falsche Bild noch zu überbieten. Hier ist der Balken von 511 Milliarden im Verhältnis zu den 524 Milliarden links biel zu klein:
Aber was macht das schon? Hauptsache, man hat wieder schön mit Diagrammen gespielt. Das diese nicht stimmen, fällt ja nicht weiter auf. So ist Qualitätsjournalismus im Jahr 2009.
Gregor Keuschnig - 2009-11-06 07:55

