"Text" ist alles - eine Bedienungsanleitung einer Waschmaschine zum Beispiel. Oder ein Werbetext. Ein paar hingekritzelte Zeilen in einem Notizbuch. Ein Aufsatz. Alles "Text". Der Begriff engt auch den Horizont ein: In dem Masse wie dieses Wort "Text" bei den Jurybesprechungen inflationär verwandt wurde, ist es Ausdruck einer Art Sprachlosigkeit dem gegenüber, was intendiert ist.
Intendiert ist "Literatur". Wenn ich aber permanent sage, ich habe einen "Text" vor mir, so ist dies auch ein bisschen despektierlich. Für mich ist es fast das letzte Urteil; eine Verlegenheit, weil man keine anderen Vokabeln findet (bzw. finden will - es ist ja so einfach und ejder weiß, was gemeint ist).
Man beachte die Vermenschlichung des "Textes". Die Juroren sagen, was "der Text will" oder was "er" nicht schafft. Oder ob er "funktioniert". Dabei will er nichts, sondern höchsten sein Autor. Das, was der "Text" angeblich "will", ist ein Affekt, der beim Leser entsteht. Das "Funktionieren" ist eine Empfindung des Lesers, der nun hingehen müsste, dieses "Funktionieren" zu definieren (was meistens ausbleibt).
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
"Text" ist alles - eine Bedienungsanleitung einer Waschmaschine zum Beispiel. Oder ein Werbetext. Ein paar hingekritzelte Zeilen in einem Notizbuch. Ein Aufsatz. Alles "Text". Der Begriff engt auch den Horizont ein: In dem Masse wie dieses Wort "Text" bei den Jurybesprechungen inflationär verwandt wurde, ist es Ausdruck einer Art Sprachlosigkeit dem gegenüber, was intendiert ist.
Intendiert ist "Literatur". Wenn ich aber permanent sage, ich habe einen "Text" vor mir, so ist dies auch ein bisschen despektierlich. Für mich ist es fast das letzte Urteil; eine Verlegenheit, weil man keine anderen Vokabeln findet (bzw. finden will - es ist ja so einfach und ejder weiß, was gemeint ist).
Man beachte die Vermenschlichung des "Textes". Die Juroren sagen, was "der Text will" oder was "er" nicht schafft. Oder ob er "funktioniert". Dabei will er nichts, sondern höchsten sein Autor. Das, was der "Text" angeblich "will", ist ein Affekt, der beim Leser entsteht. Das "Funktionieren" ist eine Empfindung des Lesers, der nun hingehen müsste, dieses "Funktionieren" zu definieren (was meistens ausbleibt).