Ich habe mir dieses Jahr nur die brauchbare mission accomplished Rede von Winkler angehört, den Rest nach Blick auf Juroren- und Teilnehmerliste abgehakt. Das mag dumm sein, vor allem wenn man auf letztes Jahr schaut. Ich kann die Meinung, dass letztes Jahr das Niveau sehr gering war, überhaupt nicht teilen, da schon der Siegerbeitrag von außerordentlicher Qualität ist. Man mag vielleicht zuerst auf den beinahe Poetry Slam-Stil von Tilman Rammstedt hereingefallen sein, aber die Geschichte ist alles andere als trivial, mehrschichtig in seiner schönsten Form. Kaum ein Buch der letzten Jahre, vor allem in der Form als Hörbuch vom Autor selbst gelesen, hat so lange in meinem Hinterkopf nachgeklungen. Alle Adjektive die mir dazu einfallen, sind zu abgedroschen, um sie hier auch noch zu schreiben. Und das soll ein Lob erster Klasse sein.
Deine Vorschläge halte ich für durchweg für das Publikum zielführend, aber wahrscheinlich für nicht praktikabel. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich heute noch einer dieser Karriereschmiede unvorbereitet in die Jury setzt. Dazu müsste man Klasse haben.
Mit Rammstedt konnte ich ja auch leben (wenngleich ist beim zweiten Lesen das nicht mehr so witzig fand wie beim ersten Zuhören), aber schon Orths fand ich zu betulich, auch wenn es wenigstens halbwegs originell war. Wirklich gute Stücke wurden erst gar nicht prämiert (von Arndt; Ziegler, Mohafez).
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Deine Vorschläge halte ich für durchweg für das Publikum zielführend, aber wahrscheinlich für nicht praktikabel. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich heute noch einer dieser Karriereschmiede unvorbereitet in die Jury setzt. Dazu müsste man Klasse haben.