Vollkommen unironisch gemeint: Was für interessante Kommentare!
@MMarheinecke
Vollkommen d'accord, was diesen Eindruck angeht: Da wurde jemand gefunden, der irgendwie für "vogelfrei" erklärt worden ist – vom wem auch immer (diese Information verschweigt Kurbjuweit). Das erzeugt mir dieses Unbehagen: Sich auf Kosten eines (zugegebenermaßen unsympathischen Pseudo-Politikers) mal so richtig auszutoben.
@tinius
Das mit den "Männern fürs Grobe" ist so eine Sache. Etliche der CDU-Granden waren zu ihrer Jugendzeit (also zur "Mißfelder"-Zeit) eher Rebellen; sogar Helmut Kohl galt anfangs als aufmüpfig und hat damit gepunktet (und ein Netzwerk geknüpft). Mißfelder versucht's offensichtlich umgekehrt: Er wird als skrupel- und substanzloser Karrierist gezeichnet, also das, was die Kohls, Geißlers und Kochs erst wurden, als sie unmittelbar vor einem grossen Ziel standen oder "angekommen" waren. Vielleicht ist das der Unterschied: Früher wurden die "Rebellen" (die nicht radikal sein durften) domestiziert bzw. herangeführt, heute versucht man erst gar nicht mehr rebellisch zu sein, sondern antichambriert.
@en-passant
Keine Frage, auch ich lese so was gerne. Nur: Die Person Mißfelder ist mir dafür zu "billig". Ein bisschen rustikal gesagt: Ich will nicht, dass das Ferkel geschlachtet wird, sondern ich will … naja, ist schon klar, oder?
Und tatsächlich: Kurbjuweits Artikel (seine Schreibe kenne ich auch nicht) hat etwas bloghaftes in seiner unverhohlenen Parteinahme, Fabulier- und Dekonstruktionslust. Aber wäre so etwas nicht von einem zu Guttenberg oder irgendeinem anderen "shooting star" auch sagbar? Wenn Kurbjuweit suggeriert, dass es ein "Prinzip Mißfelder" gibt, müsste er irgendwann vom spezifischen ins Allgemeine wechseln. Das unterbleibt jedoch. Natürlich: Es ist auch mal schön, keinen dieser normalen weichgespült-ausgewogenen Artikel zu lesen, der einem schnell langweilt. Es ist auch schön, keinen hysterischen Alarmismus lesen zu müssen. Aber dennoch: Nach der Lektüre bleibt mir irgendwie ein Loch im Bauch wie nach einem Essen bei McDonalds.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
Vollkommen unironisch gemeint: Was für interessante Kommentare!
Vollkommen d'accord, was diesen Eindruck angeht: Da wurde jemand gefunden, der irgendwie für "vogelfrei" erklärt worden ist – vom wem auch immer (diese Information verschweigt Kurbjuweit). Das erzeugt mir dieses Unbehagen: Sich auf Kosten eines (zugegebenermaßen unsympathischen Pseudo-Politikers) mal so richtig auszutoben.
@tinius
Das mit den "Männern fürs Grobe" ist so eine Sache. Etliche der CDU-Granden waren zu ihrer Jugendzeit (also zur "Mißfelder"-Zeit) eher Rebellen; sogar Helmut Kohl galt anfangs als aufmüpfig und hat damit gepunktet (und ein Netzwerk geknüpft). Mißfelder versucht's offensichtlich umgekehrt: Er wird als skrupel- und substanzloser Karrierist gezeichnet, also das, was die Kohls, Geißlers und Kochs erst wurden, als sie unmittelbar vor einem grossen Ziel standen oder "angekommen" waren. Vielleicht ist das der Unterschied: Früher wurden die "Rebellen" (die nicht radikal sein durften) domestiziert bzw. herangeführt, heute versucht man erst gar nicht mehr rebellisch zu sein, sondern antichambriert.
@en-passant
Keine Frage, auch ich lese so was gerne. Nur: Die Person Mißfelder ist mir dafür zu "billig". Ein bisschen rustikal gesagt: Ich will nicht, dass das Ferkel geschlachtet wird, sondern ich will … naja, ist schon klar, oder?
Und tatsächlich: Kurbjuweits Artikel (seine Schreibe kenne ich auch nicht) hat etwas bloghaftes in seiner unverhohlenen Parteinahme, Fabulier- und Dekonstruktionslust. Aber wäre so etwas nicht von einem zu Guttenberg oder irgendeinem anderen "shooting star" auch sagbar? Wenn Kurbjuweit suggeriert, dass es ein "Prinzip Mißfelder" gibt, müsste er irgendwann vom spezifischen ins Allgemeine wechseln. Das unterbleibt jedoch. Natürlich: Es ist auch mal schön, keinen dieser normalen weichgespült-ausgewogenen Artikel zu lesen, der einem schnell langweilt. Es ist auch schön, keinen hysterischen Alarmismus lesen zu müssen. Aber dennoch: Nach der Lektüre bleibt mir irgendwie ein Loch im Bauch wie nach einem Essen bei McDonalds.