Geheimniskrämerei
Mindestens vier Mal muss man klicken. Über die Homepage geht es zu "Opel Aktuelles", dann zu "Opel News", danach noch einmal "Opel News" und dann ist man endlich bei der Meldung vom 27. Februar "Opel/GM Europe verabschieden Zukunftsplan" Damit der Steuerzahler, dessen Gelder da freimütig aufgrund schwammiger Zukunftsversprechen erwünscht werden, auch gleich weiss, was er dazu wissen soll, heisst es dort unmissverständlich:
Sicherlich: Opel ist eine GmbH und keine veröffentlichungspflichtige AG. Man muß das nicht veröffentlichen. Aber wenn man vom Steuerzahler eine Akzeptanz erwartet, dann ist solche Vorgehensweise unklug. Von seiten der Opel-Manager scheint man sich wohl sicher ob der Unterstützung durch die Bundesregierung zu sein. Da glaubt man dann, Öffentlichkeitsarbeit im Verkündigungsstil à la Gutsherrenart praktizieren zu können. Aber wie eine nicht repräsentative Umfrage bei tagesschau.de zeigt, ist die überwiegende Anzahl der Leute gegen eine Unterstützung des Opel-Konzerns mit allen Mitteln. Diese Vorbehalte kann man nur mit Transparenz ausräumen. Und nicht mit Geheimniskrämerei.
"Das umfangreiche vertrauliche Papier beinhaltet eine Finanzierungsanfrage nach Unterstützung in Höhe von 3,3 Milliarden Euro durch Bundes- bzw. Landesregierungen, 3 Milliarden Unterstützung durch GM und 1,2 Milliarden Strukturkostenreduzierung."Aha. Vertraulich. Das heisst im Klartext: Ihr dürft bürgen und/oder bezahlen – aber Informationen gibt es nicht. Geheimdiplomatie wäre ein noch freundlicher Ausdruck für diesen Umgang mit dem doch immer so oft beschworenen "mündigen Bürger".
Sicherlich: Opel ist eine GmbH und keine veröffentlichungspflichtige AG. Man muß das nicht veröffentlichen. Aber wenn man vom Steuerzahler eine Akzeptanz erwartet, dann ist solche Vorgehensweise unklug. Von seiten der Opel-Manager scheint man sich wohl sicher ob der Unterstützung durch die Bundesregierung zu sein. Da glaubt man dann, Öffentlichkeitsarbeit im Verkündigungsstil à la Gutsherrenart praktizieren zu können. Aber wie eine nicht repräsentative Umfrage bei tagesschau.de zeigt, ist die überwiegende Anzahl der Leute gegen eine Unterstützung des Opel-Konzerns mit allen Mitteln. Diese Vorbehalte kann man nur mit Transparenz ausräumen. Und nicht mit Geheimniskrämerei.
Gregor Keuschnig - 2009-03-02 18:45

