Obama ante portas
Interessantes und teilweise herausfordernd-aggressives Interview mit Noam Chomsky im "Rheinischen Merkur". Chomsky zeigt sich als Kassandra, und das nicht nur, was Obamas Präsidentschaft angeht:
Chomsky stellt die Frage, wer der Mensch hinter der Kampagne ist, die die Welt so begeistert hat:
Im aktuellen Gaza-Krieg hält Chomsky (wie viele Linken) Israel für den Aggressor und vergleicht die Situation der Einwohner von Gaza mit dem Warschauer Ghetto. Dieser Vergleich ist allerdings vollkommen abwegig, da das Warschauer Ghetto den Nationalsozialisten als Zwischenstation zum Weitertransport in die Vernichtungslager diente. Was Chomsky zu einem solchen irrsinnigen Vergleich getrieben hat, bleibt wohl sein Geheimnis.
(Im Link sind erscheinen die Kapitel-Überschriften wie Äusserungen Chomskys!)
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Fast ergiebiger ist da das "taz"-Interview mit Bill Ayers. Ayers' Sicht auf die Präsidentschaft Obamas ist eher vorsichtig optimistisch:
Warten wir's ab.
Dank an Michael Roloff für die Links.
Vieles weist darauf hin, dass sie ähnlich verlaufen könnte wie Bushs zweite Amtsperiode. Während Bushs Politik am Anfang von extremer Arroganz, Rechtsbeugungen und Kriminalität bestimmt war, kehrte er in seiner zweiten Amtszeit zu gemäßigten Standards zurück. Obamas Team achtete sorgfältig darauf, nie zu viel zu verraten. Im Vordergrund stand die hochfliegende Rhetorik von „Hoffnung“ und „Wandel“ und „Einheit“. Aber was bedeutet das denn?
Chomsky stellt die Frage, wer der Mensch hinter der Kampagne ist, die die Welt so begeistert hat:
Aus dem, was Obama sagt, lässt sich nicht schließen, wer er ist. Selbst die Linken halten Obama für einen prinzipiellen Gegner des Irakkrieges. War er das? Für ihn war der Irakkrieg ein strategischer Missgriff. Prinzipielle Ablehnung hätte bedeutet zu sagen, dass es falsch ist, nicht, dass es nicht funktioniert.
Im aktuellen Gaza-Krieg hält Chomsky (wie viele Linken) Israel für den Aggressor und vergleicht die Situation der Einwohner von Gaza mit dem Warschauer Ghetto. Dieser Vergleich ist allerdings vollkommen abwegig, da das Warschauer Ghetto den Nationalsozialisten als Zwischenstation zum Weitertransport in die Vernichtungslager diente. Was Chomsky zu einem solchen irrsinnigen Vergleich getrieben hat, bleibt wohl sein Geheimnis.
(Im Link sind erscheinen die Kapitel-Überschriften wie Äusserungen Chomskys!)
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Fast ergiebiger ist da das "taz"-Interview mit Bill Ayers. Ayers' Sicht auf die Präsidentschaft Obamas ist eher vorsichtig optimistisch:
Obama ist überdurchschnittlich smart, er hat herausragende Qualitäten, und seine Wahl ist ein geradezu vernichtender Schlag gegen den Überlegenheitsglauben der Weißen. Er wird einer der intelligentesten Präsidenten sein. Als er während des Wahlkampfs gefragt wurde, wen Martin Luther King, wäre er noch am Leben, unterstützen würde, lachte Obama nur und sagte: King wäre auf der Straße und würde Gerechtigkeit fordern, er würde keinen von uns unterstützen. So etwas verstehen nur sehr wenige Politker. Dazu müssen wir Obama beglückwünschen. Aber links war er nie. Er ist ein Moderater.
Warten wir's ab.
Dank an Michael Roloff für die Links.
Gregor Keuschnig - 2009-01-17 19:42

