Und will man nach solcherart Tiefenauslotungen und Aneinanderreihungen von Hellsichten eigentlich nach "drunter" über Politik hören? Welcher mit der Sache Befasste könnte solche Analysen leisten? Sie bis ins Detail überzuegend gewichten? Über Zeitspannen in einem gültigen Verhältnis sehen? Selbst wenn man hier und da an den Einschätzungen andere Nuancen betonen würde, bilden sie insgesamt einen Zusammenhang, eine Durchdringung, die ich niemandem sonst zutraue. Intellektueller Zugriffsmut und dazu dieser Sloterdijk-Sound - geil!
Klar, das ist von Politikern nicht zu leisten und nicht erwarten. (Oder doch, wo sie gerade mal wieder die Milliarden verteilen und mit Generationenfolgen spoielen, die Zauberlehrling?)
Jedenfalls weiß ich jetzt wenigstens, warum mich fast alle Politik nur mehr langweilt - sie ist (etwa wie auch viele haarspalterische Philosophie in dann doch nur den ewig selben kreisenden kategorialen Zwangsverhältnissen) einfach weder inspiriert noch inspirierend! Sollte man aber nicht ein Minimum davon verlangen dürfen? - Ich würde ganz egoistisch beantworten: Ja!
(Ich hatte ein paar der früheren Sloterdijk-Sachen gelesen, z.B. "Im selben Boot", aber dieses Buch, schon wegen der Camus-Gewichtung, aber auch wegen meiner mir selber nicht ganz geklärten schwärmerischen Frankreich-Liebe, werde ich mir dieses ganz bestimmt demnächst auf der Zunge zergehen lassen!)
"Im selben Boot" habe ich höchstens zum Teil verstanden; die Allegorien Sloterdijks, die Sie ja auch so schätzen, kamen mir da ein wenig zu sehr konstruiert vor.
Dennoch: Nach so einer Lektüre wieder mit dem "Alltäglichen" des politischen Diskurses (= der Salbaderei) konfrontiert zu werden, ist schon kurz Kulturschock-verdächig.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
Bin ebenfalls jetzt schon "entzückt" - Danke!
Klar, das ist von Politikern nicht zu leisten und nicht erwarten. (Oder doch, wo sie gerade mal wieder die Milliarden verteilen und mit Generationenfolgen spoielen, die Zauberlehrling?)
Jedenfalls weiß ich jetzt wenigstens, warum mich fast alle Politik nur mehr langweilt - sie ist (etwa wie auch viele haarspalterische Philosophie in dann doch nur den ewig selben kreisenden kategorialen Zwangsverhältnissen) einfach weder inspiriert noch inspirierend! Sollte man aber nicht ein Minimum davon verlangen dürfen? - Ich würde ganz egoistisch beantworten: Ja!
(Ich hatte ein paar der früheren Sloterdijk-Sachen gelesen, z.B. "Im selben Boot", aber dieses Buch, schon wegen der Camus-Gewichtung, aber auch wegen meiner mir selber nicht ganz geklärten schwärmerischen Frankreich-Liebe, werde ich mir dieses ganz bestimmt demnächst auf der Zunge zergehen lassen!)
Merci beaucaup pour votre médiation!
Dennoch: Nach so einer Lektüre wieder mit dem "Alltäglichen" des politischen Diskurses (= der Salbaderei) konfrontiert zu werden, ist schon kurz Kulturschock-verdächig.