Es wird auf die Problematik der CAD-Software hingewiesen, die dem Architekten (bzw. Konstrukteur) zwar das Zeichnen abnimmt, aber auch – durch die permanente Reproduzierbarkeit virtuell erzeugter "Nachbildungen" - das Verständnis…für den Gegenstand ihrer Arbeit schwächt, das sinnliche Erlebnis verkümmern lässt, den Menschen nur noch zum passiven Zuschauer oder Konsument[en] der…erweiterten Fähigkeiten macht und zu Fehlkonstruktionen führen kann (Überdeterminierung[en] und/oder falschen Relationen); ein Tatbestand, der übrigens durchaus bekannt ist und eingeräumt wird.
Das glaube ich so nicht. Die Qualität an räumlicher Vorstellung wird einerseits von den individuellen intellektuellen Voraussetzungen jedes Einzelnen und andererseits von der Zeitmenge bestimmt, in der man bestimmte Aufgaben zu lösen hat. Wenn sich das räumliche Vorstellungsvermögen also tatsächlich verschlechtert haben sollte, dann würde das nicht am Kopieren, sondern an der Verschiebung der Arbeitsinhalte hin zu etwas Anderem liegen. - Nur was sollte das bei Konstrukteuren sein?
ist das Zeichnen gemeint. Indem am Computer immer aufs Neue Modelle erstellt werden und verworfen werden können und keine Zeichnung mehr erstellt wird, verliert der Architekt einen Bezug zu dem Objekt. Ich hatte für diese These mit meiner Nichte gesprochen. Sie bestätigt den Eindruck - insbesondere was diejenigen Architekten angeht, für die diese Software eine Umstellung erforderte.
Das erinnert mich daran, dass Menschen, die viel am Computer schreiben, eine miserable Handschrift entwickeln oder auch gar nicht mehr imstande sind leserlich zu schreiben, obwohl sie früher eine schöne Handschrift gehabt haben.
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Das glaube ich so nicht. Die Qualität an räumlicher Vorstellung wird einerseits von den individuellen intellektuellen Voraussetzungen jedes Einzelnen und andererseits von der Zeitmenge bestimmt, in der man bestimmte Aufgaben zu lösen hat. Wenn sich das räumliche Vorstellungsvermögen also tatsächlich verschlechtert haben sollte, dann würde das nicht am Kopieren, sondern an der Verschiebung der Arbeitsinhalte hin zu etwas Anderem liegen. - Nur was sollte das bei Konstrukteuren sein?
Mit dem sinnlichen Erlebnis