Eine lange und klare Rezension (die sich nicht in unverständlichen Formulierungen verliert, also irgendwie selbst "Literatur" sein will, die aber auch in keinster Weise trivial daherkommt).
Was mich interessiert, auch im Kontrast zu den Rezensionen in Frankreich: Wie sehr kann eine Übersetzung (dazu habe ich eigentlich noch gar nichts gelesen) die Rezeption eines Buches beeinflussen? Der persönlicher Stil eines Autors lässt sich sicher schwer in eine andere Sprache übertragen. Andererseits: Man müsste dem Übersetzer schon Böswilligkeit oder Ahnungslosigkeit unterstellen, mag man ihn für die von Dir angebrachte Kritik - im Wesentlichen die auf einer beschreibenden Ebene "hängen bleibende" Sprache, also quasi mangelnde Literarizität - verantwortlich machen.
Und richtig ist (Du schreibst es ja, und Theweleit ignoriert es): Warum werden in einem literarischen Werk, die Thesen des Autors explizit gemacht (zumindest nach Theweleits Deutung), wenn genau damit die Literarizität zerstört wird?
Littell schreibt zwei offene Briefe an seine Übersetzer. Im ersten legt er wesentliche Punkte fest - im zweiten ein Detail, welches - meiner Meinung nach - lächerlich ist, aber vielleicht exemplarisch zu betrachten sein könnte.
Ich habe keine Kritik über die Übersetzung von Hainer Körber gelesen. Ich bewundere ihn für seine Arbeit und glaube, er hat Littells Intentionen sehr wohl kongenial umgesetzt.
Warum das Buch in Frankreich so erfolgreich war, versucht Harpprecht in der ZEIT zu untersuchen. Ich kann nicht beurteilen, ob er Recht hat. Wenn es stimmt, müsste dieses Buch bei der Geilheit der Briten über Nazi-Themen in Grossbritannien ein Riesenerfolg werden.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
Kommentare hier...
Anregungen...
sind immer willkommen - aber ich glaube, ich kann zum...
Ich bin beeindruckt.
Was mich interessiert, auch im Kontrast zu den Rezensionen in Frankreich: Wie sehr kann eine Übersetzung (dazu habe ich eigentlich noch gar nichts gelesen) die Rezeption eines Buches beeinflussen? Der persönlicher Stil eines Autors lässt sich sicher schwer in eine andere Sprache übertragen. Andererseits: Man müsste dem Übersetzer schon Böswilligkeit oder Ahnungslosigkeit unterstellen, mag man ihn für die von Dir angebrachte Kritik - im Wesentlichen die auf einer beschreibenden Ebene "hängen bleibende" Sprache, also quasi mangelnde Literarizität - verantwortlich machen.
Und richtig ist (Du schreibst es ja, und Theweleit ignoriert es): Warum werden in einem literarischen Werk, die Thesen des Autors explizit gemacht (zumindest nach Theweleits Deutung), wenn genau damit die Literarizität zerstört wird?
Übersetzung
Ich habe keine Kritik über die Übersetzung von Hainer Körber gelesen. Ich bewundere ihn für seine Arbeit und glaube, er hat Littells Intentionen sehr wohl kongenial umgesetzt.
Warum das Buch in Frankreich so erfolgreich war, versucht Harpprecht in der ZEIT zu untersuchen. Ich kann nicht beurteilen, ob er Recht hat. Wenn es stimmt, müsste dieses Buch bei der Geilheit der Briten über Nazi-Themen in Grossbritannien ein Riesenerfolg werden.