Ich hoffe deine Lektüreauswahl beruht nur auf dem Wunsch aktuell diskutierte Bücher parat zu haben und nicht auf einem ausgeprägten Masochismus. Fast glaubt man, du machst an einem heißen Sommertag einen Mülleimer auf und beschwerst dich dann, dass es stinkt. Ich kenne Hitchens nicht und möchte das nach deinen Ausführungen auch nicht. Hitchens und Dawkins in eine gemeinsame Ecke zu stellen, halte ich aber für nicht angemessen. Ich hatte bereits geschrieben, dass Dawkins seine Seele an einen Verlag verkauft hat, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Schon allein die vielen Interviews, die man im Netz findet, sollten wohltuend auf diesen Umstand aufmerksam machen.
Unter anderem Vorzeichen hatte ich meine Leidensfähigkeit unter Beweis stellen wollen und "Jesus von Nazareth" von einem Autor namens Ratzinger gelesen, da mich die Litanei über den hochintellektuellen Theologen schon lange interessiert hatte. Daher war meine Neugier ebenso groß wie mein anschließendes Entsetzen. Man könnte die Quintessenz ziehen, das Überzeugungstäter von Nabelschauen ablassen sollten. Auch hier schreckt ein Vertreter einer nicht ganz kleinen Glaubensgemeinschaft vor den billigsten Methoden nicht zurück. Das lasse ich hier einfach mal als bloße Behauptung stehen.
Es kommt vielleicht nicht richtig 'rüber: Aber aus fast jeder Lektüre lernt man auch was. Und sei das Buch noch so schlecht. Gemeint ist damit nicht das Apercu, dass man lernt, sowas nicht mehr zu lesen. Das geht schon durchaus tiefer.
Hitchens ist ein Journalist, dessen Wort jetzt auch im deutschsprachigen Raum entdeckt wird (in der "Welt" hat er jetzt eine Kolumne). In der "Zeit" war ein Gespräch mit Peter Schneider und ihm. Der "deutsche Hitchens" ist Broder (obwohl der kein religionskritisches Buch geschrieben hat).
Dawkins und Hitchens zitieren sich gegenseitig in ihren Büchern. Ich stimmt zu, dass man die Personen nicht vergleichen kann - sehr wohl aber die beiden Bücher, die das gleiche Thema abhandeln. Deiner These, Dawkins habe seine Seele verkauft, würde er natürlich schon alleine deswegen widersprechen, weil er so etwas wie "Seele" als nicht existent ablehnt.
Ratzingers Jesus-Buch habe ich mir nicht angetan. Er erscheint wir aus vielen Gründne zu befangen. Hinzu kam, dass ein grosser Vorabdruck in der "Zeit" im Frühjahr bei mir auf einiges Unverständnis stiess. Ich hatte den Eindruck, dieses Buch ist eigentlich für den "Normalkonsumenten" nicht gedacht. Eher schon für Religionswissenschaftler.
Eine etwas ausführlichere Kritik von Dir würde mich interessieren.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
Unter anderem Vorzeichen hatte ich meine Leidensfähigkeit unter Beweis stellen wollen und "Jesus von Nazareth" von einem Autor namens Ratzinger gelesen, da mich die Litanei über den hochintellektuellen Theologen schon lange interessiert hatte. Daher war meine Neugier ebenso groß wie mein anschließendes Entsetzen. Man könnte die Quintessenz ziehen, das Überzeugungstäter von Nabelschauen ablassen sollten. Auch hier schreckt ein Vertreter einer nicht ganz kleinen Glaubensgemeinschaft vor den billigsten Methoden nicht zurück. Das lasse ich hier einfach mal als bloße Behauptung stehen.
Kein Masochismus...
Es kommt vielleicht nicht richtig 'rüber: Aber aus fast jeder Lektüre lernt man auch was. Und sei das Buch noch so schlecht. Gemeint ist damit nicht das Apercu, dass man lernt, sowas nicht mehr zu lesen. Das geht schon durchaus tiefer.
Hitchens ist ein Journalist, dessen Wort jetzt auch im deutschsprachigen Raum entdeckt wird (in der "Welt" hat er jetzt eine Kolumne). In der "Zeit" war ein Gespräch mit Peter Schneider und ihm. Der "deutsche Hitchens" ist Broder (obwohl der kein religionskritisches Buch geschrieben hat).
Dawkins und Hitchens zitieren sich gegenseitig in ihren Büchern. Ich stimmt zu, dass man die Personen nicht vergleichen kann - sehr wohl aber die beiden Bücher, die das gleiche Thema abhandeln. Deiner These, Dawkins habe seine Seele verkauft, würde er natürlich schon alleine deswegen widersprechen, weil er so etwas wie "Seele" als nicht existent ablehnt.
Ratzingers Jesus-Buch habe ich mir nicht angetan. Er erscheint wir aus vielen Gründne zu befangen. Hinzu kam, dass ein grosser Vorabdruck in der "Zeit" im Frühjahr bei mir auf einiges Unverständnis stiess. Ich hatte den Eindruck, dieses Buch ist eigentlich für den "Normalkonsumenten" nicht gedacht. Eher schon für Religionswissenschaftler.
Eine etwas ausführlichere Kritik von Dir würde mich interessieren.