Handke ist ein 'Wahrnehmungskünstler', oder besser, weil weniger tautologisch, ein 'Wahrnehmer' der Welt jenseits ihrer technischen Wahrnehmungsorgane: Zeitung, Fernsehen, Internet. Oder noch deutlicher: Handke apperzeptiert* die fad gewordene Selbstverständlichkeit der Welt in einer anachronistischen Weise und bürstet sie quasi gegen den Strich... Er ist in diesem Sinne ein 'Hinzuwahrnehmungskünstler'!
Handke hat damit bewusst die Rolle des 'reinen Toren' übernommen, der Begriff trägt zum Verständnis seiner Literatur ebenso bei, wie er Handkes 'politische' Aussagen in ein ihnen 'gemäßes' Licht setzt.
*(Apperzeption aus neulat. adpercipere "hinzuwahrnehmen", von Leibniz im Unterschied zu Perzeption gebraucht für den seelischen Vorgang, durch den sinnlich Gegebenes mittels Aufmerksamkeit und Gedächtnis aufgefasst, angeeignet, ins Bewusstsein erhoben, in den Bewusstseinszusammenhang eingeordnet wird).
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Handke hat damit bewusst die Rolle des 'reinen Toren' übernommen, der Begriff trägt zum Verständnis seiner Literatur ebenso bei, wie er Handkes 'politische' Aussagen in ein ihnen 'gemäßes' Licht setzt.
*(Apperzeption aus neulat. adpercipere "hinzuwahrnehmen", von Leibniz im Unterschied zu Perzeption gebraucht für den seelischen Vorgang, durch den sinnlich Gegebenes mittels Aufmerksamkeit und Gedächtnis aufgefasst, angeeignet, ins Bewusstsein erhoben, in den Bewusstseinszusammenhang eingeordnet wird).
Danke gleichfalls...