Kaum jemand, der derart im besten Sinne noch Intensitäten, ganzheitliche, minimal-übewältigende, augenblicks-andere Sichten vermitteln kann, dazu Staunen und Wundern und doch zu höheren Graden von Präzisionen schreiben, d.h. auch handwerklich auf einer bestimmten, fast eigenen Höhe ist, wie Peter Handke.
Ich habe immer gefunden, dass seine Journale eben im wie Unfertigen – Öffnen und Offenlassenden – eine ganz eigene Qualität haben und bestimmen, wo das entleerte, da für allen Unsinn entlehnte Wort „poetisch“ eine an seine Quellen anknüpfende Bedeutung hat: Etwas auf höhere Art Besingen, es Feiern.
Dass diese Sache heutzutage etwas quasi Exotisches geworden ist – und im Gegenzug solche Menschen wie Reinhard May et.al. als „Poeten“ sich titulieren lassen dürfen, weil sie reimend an konventionelle, d.h. mehrheitsfähige Formen anknüpfen – das ist schon merkwürdig. Vor allem da sehe ich Handke als beharrende und singuläre Gestalt. Und er ist es für uns alle!
Handke das "Poetische" immer wieder "fassen" will; umkreist; neu definiert - nur, um es der allgemeinen Verhunzung zu entreissen. Das hat schon etwas Rührendes. Wie da jemand versucht, einen Begriff, der zur Floskel verkommen ist, wieder zu re-aktivieren. Und das nicht nur über die "Definition" bzw. das Bild, sondern durch die Tat.
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Orpheus in der Oberwelt
Ich habe immer gefunden, dass seine Journale eben im wie Unfertigen – Öffnen und Offenlassenden – eine ganz eigene Qualität haben und bestimmen, wo das entleerte, da für allen Unsinn entlehnte Wort „poetisch“ eine an seine Quellen anknüpfende Bedeutung hat: Etwas auf höhere Art Besingen, es Feiern.
Dass diese Sache heutzutage etwas quasi Exotisches geworden ist – und im Gegenzug solche Menschen wie Reinhard May et.al. als „Poeten“ sich titulieren lassen dürfen, weil sie reimend an konventionelle, d.h. mehrheitsfähige Formen anknüpfen – das ist schon merkwürdig. Vor allem da sehe ich Handke als beharrende und singuläre Gestalt. Und er ist es für uns alle!
Ja, und wie...