Herrlich! Die katholische Kirche marschiert einem neuen Sacrifizio dell'intelletto entgegen. Du arbeitest sehr klar heraus, was hier funktioniert, nämlich gar nichts mehr (abgesehen davon, daß der Herr wohl einen Kampf gegen Windmühlen führt, wie viele katholische Intellektuelle, und zwar gegen Windmühlen des 19. Jahrhunderts, die "Versuchung" für die Theologie des 21. Jahrhunderts und die fehlenden Antworten auf brennende Fragen liegen eher in der Psychologie und Hirnphysiologie begründet als in der Philosophie des deutschen Idealismus.)
Mein Hauptproblem liegt immer in Sprüngen auf die dogmatische oder pastorale Ebene, die sich die Theologen leisten. Bis dahin ist alles gut, aber Sätze wie: "Wir müssen ein Bewusstsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewusstsein" sind für mich stets erstaunlich. Wir müssen? Weshalb müssen wir? Damit sich der Zirkelschluß in seiner Argumentation vollendet? Damit die römisch-katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, nicht ins Leere läuft? Müssen wir? Das einzige, was wir müssen, ist - na, ich schenk's mir. Spolche Sprünge sind m.E. awissenschaftlich und albern. Camus geißelt sie als Auswitschen vor dem offensichtlich Absurden in die Metaphysik, sie seien der finale Rettungsversuch, etwas Unrettbares zu retten, und zwar mit reiner Irrationalität. Da feiert für mich der Satz "credo quia absurdum" fröhliche Urständ. Et ergo: Amen.
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Sacrifizio dell'intelletto
Mein Hauptproblem liegt immer in Sprüngen auf die dogmatische oder pastorale Ebene, die sich die Theologen leisten. Bis dahin ist alles gut, aber Sätze wie: "Wir müssen ein Bewusstsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewusstsein" sind für mich stets erstaunlich. Wir müssen? Weshalb müssen wir? Damit sich der Zirkelschluß in seiner Argumentation vollendet? Damit die römisch-katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, nicht ins Leere läuft? Müssen wir? Das einzige, was wir müssen, ist - na, ich schenk's mir. Spolche Sprünge sind m.E. awissenschaftlich und albern. Camus geißelt sie als Auswitschen vor dem offensichtlich Absurden in die Metaphysik, sie seien der finale Rettungsversuch, etwas Unrettbares zu retten, und zwar mit reiner Irrationalität. Da feiert für mich der Satz "credo quia absurdum" fröhliche Urständ. Et ergo: Amen.