Genau wie bei Bush und Bin Laden zu beobachten, werden sich Gegner im Verlauf der Zeit in gewissem Sinn immer ähnlicher. Bei Bush ist es in diesem Fall die Kreuzzugsrethorik und das immer stärkere Ignorieren demokratischer Grundregeln.
Bei Schäuble ist zu bemerken, wie der Versuch, gewaltsam von Staats wegen Sicherheit zu erzwingen, die Unsicherheit in der Bevölkerung vergrößert. Ihn als "Terroristen" zu bezeichnen, trifft es schon recht gut: Er arbeitet gewissermaßen als Dritte Kolonne der Terroristen, indem er den von ihnen bekämpften Rechtsstaat aus dem innersten Zirkel heraus aushöhlt.
Den Terrorismus wird man nicht mit Gewalt beseitigen können. Man kann es aber asymmetrisch versuchen, mit tatsächlicher Entwicklungshilfe für die terroristischen Regionen und mit Respekt für die dort lebenden Menschen. Wenn eine der Haupttriebkräfte für den Terrorismus der dort so empfundene kulturelle Imperialismus des Westens ist, muss man überlegen, ob da nicht was dran ist und ob man sein eigenes Verhalten vielleicht ändern muss.
Schäuble als Dritte Kolonne der Terroristen - das ist eine wunderbare Formulierung.
Ich war lange im Zweifel, ob Schäubles Vorgehen vielleicht aus persönlichen Motiven erfolgt (das Attentat). Ich glaube, das spielt sicher eine Rolle, ist aber nicht entscheidend. Schäuble ist ein strategischer Denker - die "Vorschläge" folgen einem tieferen Sinn. Da muss man einer Figur wie Westerwelle dankbar sein, dass Schäuble nicht noch Bundespräsident geworden ist.
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Gedankensplitter
Bei Schäuble ist zu bemerken, wie der Versuch, gewaltsam von Staats wegen Sicherheit zu erzwingen, die Unsicherheit in der Bevölkerung vergrößert. Ihn als "Terroristen" zu bezeichnen, trifft es schon recht gut: Er arbeitet gewissermaßen als Dritte Kolonne der Terroristen, indem er den von ihnen bekämpften Rechtsstaat aus dem innersten Zirkel heraus aushöhlt.
Den Terrorismus wird man nicht mit Gewalt beseitigen können. Man kann es aber asymmetrisch versuchen, mit tatsächlicher Entwicklungshilfe für die terroristischen Regionen und mit Respekt für die dort lebenden Menschen. Wenn eine der Haupttriebkräfte für den Terrorismus der dort so empfundene kulturelle Imperialismus des Westens ist, muss man überlegen, ob da nicht was dran ist und ob man sein eigenes Verhalten vielleicht ändern muss.
Ich war lange im Zweifel, ob Schäubles Vorgehen vielleicht aus persönlichen Motiven erfolgt (das Attentat). Ich glaube, das spielt sicher eine Rolle, ist aber nicht entscheidend. Schäuble ist ein strategischer Denker - die "Vorschläge" folgen einem tieferen Sinn. Da muss man einer Figur wie Westerwelle dankbar sein, dass Schäuble nicht noch Bundespräsident geworden ist.