Weiß der Teufel ( nein, nicht der Erwin), was Oettinger sich dabei gedacht hat, und gedacht haben wird er sich was bei seiner Rede. Sie wird ihm noch sauer aufstoßen. Zu schrill ist der Chor, der ihm da empört entgegen schlägt.
Einfach die Geschichte klittern, das geht nun wirklich nicht. Sich mit Biedermannsmiene ans Rednerpult stellen und nachweisbare Fakten leugnen, bzw sie gar ins Gegenteil verdrehen, nein, da hilft letztlich auch keine Entschuldigung, so die denn abgegeben würde. Rücktritt wegen erwiesener Blödheit wäre die einzig angemessene Reaktion, wäre...
Die windelweiche Erklärung von Oettinger spricht von "Missverständnissen", was natürlich Unsinn ist. Denn die sogenannnte Trauerrede ist vieles - nur nicht missverständlich. Sie ist eindeutig. Laut Oettinger war Filbinger ein Gegner des NS-Regimes.
Diese Deutung ist vollkommen neu – bisher tat es von seiten der "Verteidiger" geheissen, Filbinger hätte mehr oder wenig nicht anders handeln können (Stichwörter: Befehlsnotstand oder Weisungsgebundenheit). Beide Interpretationen – Oettingers' und die der bisherigen Verteidiger - sind falsch.
Oettingers Rede kann nicht missverstanden werden. Und er hat die Möglichkeit, sich zu entschuldigen eigentlich verpasst; da stimme ich Ihnen zu. Es bleibt eigentlichnur noch der Rücktritt - wenn ihm nicht noch was ganz besonderes auffällt. EIn deutscher Ministerpräsident, der ungestraft Lügner genannt werden kann (Hochhuth am Freitag in der SZ), ist auf Dauer untragbar, nein: unerträglich.
Interessant ist, dass gelegentlich mit der "Totenruhe" argumentiert wird - man soll doch den toten Ex-MP ruhen lasse. Nimmt man das wörtlich, dann dürfte es keine historischen Diskurse geben, denn die meisten derjenigen, worum es dort geht, sind ja tot.
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Einfach die Geschichte klittern, das geht nun wirklich nicht. Sich mit Biedermannsmiene ans Rednerpult stellen und nachweisbare Fakten leugnen, bzw sie gar ins Gegenteil verdrehen, nein, da hilft letztlich auch keine Entschuldigung, so die denn abgegeben würde. Rücktritt wegen erwiesener Blödheit wäre die einzig angemessene Reaktion, wäre...
Es geht weiter...
Diese Deutung ist vollkommen neu – bisher tat es von seiten der "Verteidiger" geheissen, Filbinger hätte mehr oder wenig nicht anders handeln können (Stichwörter: Befehlsnotstand oder Weisungsgebundenheit). Beide Interpretationen – Oettingers' und die der bisherigen Verteidiger - sind falsch.
Oettingers Rede kann nicht missverstanden werden. Und er hat die Möglichkeit, sich zu entschuldigen eigentlich verpasst; da stimme ich Ihnen zu. Es bleibt eigentlichnur noch der Rücktritt - wenn ihm nicht noch was ganz besonderes auffällt. EIn deutscher Ministerpräsident, der ungestraft Lügner genannt werden kann (Hochhuth am Freitag in der SZ), ist auf Dauer untragbar, nein: unerträglich.
Interessant ist, dass gelegentlich mit der "Totenruhe" argumentiert wird - man soll doch den toten Ex-MP ruhen lasse. Nimmt man das wörtlich, dann dürfte es keine historischen Diskurse geben, denn die meisten derjenigen, worum es dort geht, sind ja tot.