Hallo Herr Keuschnig,
ich will ihre Aufmerksamkeit nicht unnötig beanspruchen. Ich erzähl einfach mal, was mir passiert ist.
Durch irgend einen Zufall bin ich auf das Block "njus" gestoßen. Hab es oberflächlich gesichtet, hatte nicht den schlechtesten Eindruck.
Fand dies Blog etwas später rubriziert bei "Telehirn" unter "rechte Nerds". Hab's daraufhin nochmal genauer angesehen (das also hab ich "Telehirn" zu danken) und mich dort zum Posting "Heuchlerische Moral" in eine Diskussion eingelassen. Diese Diskussion läuft irgendwie merkwürdig, und ich würde mich freuen, wenn Sie darauf auch mal ein Auge werfen und mir eventuell Ihre Meinung sagen würden. http://myblog.de/njus/art/3938144
Ich glaube, da werden bestimmte Dinge nicht zueinandergedacht und oftmals diverse Kinder gleichzeitig mit dem Bade ausgeschüttet. Die Rubrizierung ("rechte nerds" - aber was für eine Wortschöpfung!) scheint bei einigen Beiträgen zu stimmen - bei anderen wiederum nicht. Es erstaunt mich oft, über was sich die Blogger so alles Gedanken machen und auch schon fertige Urteile haben (vom Verbot des Analverkehrs ohne Kondom über Naddel bis zur höchsten Weltpolitik).
Von den vielen Rechtschreibefehlern (Flüchtigkeitsfehler! ein Symptom!) abgesehen: Katastrophal ist die Sprache (wie bei Telegehirn ja auch). In Kombination mit der für sie "gepachteten Wahrheit" bemerken sie gar nicht (aus Unwissenheit?), in welchen sprachlichen Traditionen sie sich bewegen. Diskussionen sind mit ihnen vermutlich nicht möglich, da sie im zweiten Posting bereits beim anderen Wahnsinn unterstellen oder diffamieren.
Texte wie dieses Memorandum des deutschen Journalistenverbandesverstehen sie vermutlich gar nicht. Letztlich passen sie sich nur dem allgemeinen Medienhysterismus an, in dem derjenige das meiste Gehör bekommt, der am lautesten schreit. Das das alles u. U. nichts mit Qualität zu tun hat (meistens das Gegenteil), müssen die Leser herausfinden - jeder für sich selber und immer wieder neu.
Ich habe mir die von Ihnen verlinkte Diskussion auch durchgelesen. Dieser Thread erscheint am Anfang tatsächlich merkwürdig, weil der Gedanke „Besser Bücher verbrennen als Menschen verfolgen“ ja zunächst in sich logisch ist. Man darf sich dann auf keinen Fall auf den Standpunkt stellen, dass das Argument falsch ist, weil es andere falsch finden, man benötigt eigene Gründe. Ich würde zwei Argumente in die Diskussion einbringen, der erste ist mehr theoretisch (allgemeiner Argumentationsfehler), der zweite auf das konkrete Beispiel bezogen:
Eine Bücherverbrennung in Sachsen und die Verfolgung von Minderheiten in Osteuropa stehen in keinem kausalen Zusammenhang zueinander. Der Zusammenhang wird aber in diesem Thread hergestellt. Das ist ein charakteristisches Beispiel von Relativismus ala, „weil dort mehr Schaden angerichtet wurde, ist das aber schlimmer“. In diesem Fall wird das kleinere Verbrechen dadurch „relativiert“, dass man es mit einem größeren vergleicht. Es müssen aber beide Geschehnisse unabhängig voneinander be- und verurteilt werden.
Anne Franks Tagebuch ist gewissermaßen ihr symbolische Grabstein. Das Tagebuch zu verbrennen ist also analog dem Beschmieren oder Umwerfen von Grabsteinen. Außerdem ist die Bücherverbrennung in Deutschland der Auftakt gewesen für noch schlimmere Taten. Ähnlich landesspezifische Symbolik findet man zum Beispiel beim Hakenkreuz. In vielen Ländern ist das ein x-beliebiges Symbol (z.B. in Tibet an vielen Autobussen zu finden), in Deutschland jedoch untrennbar mit der NS-Zeit verbunden. Man kann und darf sich nicht aus dieser spezifischen Art der Bewertung der Vergangenheit des eigenen Volkes lossagen, wenn man in Deutschland groß geworden ist.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
merkwürdige Erfahrung
ich will ihre Aufmerksamkeit nicht unnötig beanspruchen. Ich erzähl einfach mal, was mir passiert ist.
Durch irgend einen Zufall bin ich auf das Block "njus" gestoßen. Hab es oberflächlich gesichtet, hatte nicht den schlechtesten Eindruck.
Fand dies Blog etwas später rubriziert bei "Telehirn" unter "rechte Nerds". Hab's daraufhin nochmal genauer angesehen (das also hab ich "Telehirn" zu danken) und mich dort zum Posting "Heuchlerische Moral" in eine Diskussion eingelassen. Diese Diskussion läuft irgendwie merkwürdig, und ich würde mich freuen, wenn Sie darauf auch mal ein Auge werfen und mir eventuell Ihre Meinung sagen würden.
http://myblog.de/njus/art/3938144
Schwierig
Von den vielen Rechtschreibefehlern (Flüchtigkeitsfehler! ein Symptom!) abgesehen: Katastrophal ist die Sprache (wie bei Telegehirn ja auch). In Kombination mit der für sie "gepachteten Wahrheit" bemerken sie gar nicht (aus Unwissenheit?), in welchen sprachlichen Traditionen sie sich bewegen. Diskussionen sind mit ihnen vermutlich nicht möglich, da sie im zweiten Posting bereits beim anderen Wahnsinn unterstellen oder diffamieren.
Texte wie dieses Memorandum des deutschen Journalistenverbandes verstehen sie vermutlich gar nicht. Letztlich passen sie sich nur dem allgemeinen Medienhysterismus an, in dem derjenige das meiste Gehör bekommt, der am lautesten schreit. Das das alles u. U. nichts mit Qualität zu tun hat (meistens das Gegenteil), müssen die Leser herausfinden - jeder für sich selber und immer wieder neu.
Zwei Argumente
Eine Bücherverbrennung in Sachsen und die Verfolgung von Minderheiten in Osteuropa stehen in keinem kausalen Zusammenhang zueinander. Der Zusammenhang wird aber in diesem Thread hergestellt. Das ist ein charakteristisches Beispiel von Relativismus ala, „weil dort mehr Schaden angerichtet wurde, ist das aber schlimmer“. In diesem Fall wird das kleinere Verbrechen dadurch „relativiert“, dass man es mit einem größeren vergleicht. Es müssen aber beide Geschehnisse unabhängig voneinander be- und verurteilt werden.
Anne Franks Tagebuch ist gewissermaßen ihr symbolische Grabstein. Das Tagebuch zu verbrennen ist also analog dem Beschmieren oder Umwerfen von Grabsteinen. Außerdem ist die Bücherverbrennung in Deutschland der Auftakt gewesen für noch schlimmere Taten. Ähnlich landesspezifische Symbolik findet man zum Beispiel beim Hakenkreuz. In vielen Ländern ist das ein x-beliebiges Symbol (z.B. in Tibet an vielen Autobussen zu finden), in Deutschland jedoch untrennbar mit der NS-Zeit verbunden. Man kann und darf sich nicht aus dieser spezifischen Art der Bewertung der Vergangenheit des eigenen Volkes lossagen, wenn man in Deutschland groß geworden ist.