Ich würde mich noch nicht festlegen, wer in den nächsten 50 Jahren den größten Einfluss auf die Weltpolitik haben wird, China oder die Islamisten. Sprich, wer für die größere Zahl an Toten verantwortlich zeichnen wird. Chinas Mauertaktik haben wir schließlich zu verdanken, dass es H5N1 jetzt geschafft hat, in Europa Fuß zu fassen. Den ersten Ausbruch 1997 in Hongkong hatte man ja noch in den Griff bekommen.
China ist aus westlicher Sicht leichter ausrechenbar, weil es ein Staat ist, mit einigen damit uns gut bekannten Problemen. Die chinesische Expansion wird irgendwann von selbst zum Stillstand kommen, wenn die jetzt von ihnen ignorierten Probleme groß genug geworden sind, z.B. die Umweltsünden oder der Drang der eigenen Bevölkerung nach Mitsprache. Dann bekommen sie spätestens um 2050 gewaltigen Ärger mit der Demografie, weil sie mit ihrer Ein-Kind-Politik eine noch schrecklichere Alterspyramide produzieren als wir.
Unser Problem mit dem Islamismus ist, dass er sich nicht geografisch eingrenzen lässt. Muslime gibt es überall. Und auch ihre Ideologie ist fließend von gemäßigten, fast säkularen Positionen bis zu einem mittelalterlichen Dogmatismus. Auch deshalb ist die "Medizin" des Herrn Bush so fatal. Er versucht eine geografische Lösung, indem er Krieg gegen Länder führt. Er provoziert damit aber nur die weitere Diversifizierung der entsprechenden Ideologie.
Ich glaube, dass China irgendwann einmal implodieren wird. Bereits jetzt wächst die Zahl der unzufriedenen "Wanderarbeiter"; die Klassenunterschiede nehmen dramatisch zu. Vom Wirtschaftsboom profitieren nicht alle. Religiöse Ethnien müssen schon lokal unterdrückt werden; der Islam tritt in einigen Provinzen selbstbewusst auf. Die Geschichte zeigt, dass solche Veränderungen in China immer recht blutig verlaufen sind.
Dann bricht u. U. das gesamte Weltwirtschaftssystem zusammen, da sehr viele multinationale Konzerne ihre Produktionen inzwischen grössenteils in China stehen haben oder dort Joint-Ventures betreiben (mindestens ist mir dies von der chemischen Industrie bekannt).
Die islamischen Länder sind viel zu heterogen, um als "geballte Macht" auftreten zu können. Europa wird grosse Probleme mit Migrantenströmen bekommen, wenn Länder wie Marokko oder Ägypten "entsäkularisiert" werden; auch der Libanon ist instabil. Das bevölkerungsmässig grösste islamische Land ist Indonesien.
HIER gibt es ein Personen- und Sachverzeichnis dieses Weblogs. Es soll als zusätzliche Orientierungshilfe zu den "Ressorts" und der Suchfunktion dienen.
Kopf-an-Kopfrennen
China ist aus westlicher Sicht leichter ausrechenbar, weil es ein Staat ist, mit einigen damit uns gut bekannten Problemen. Die chinesische Expansion wird irgendwann von selbst zum Stillstand kommen, wenn die jetzt von ihnen ignorierten Probleme groß genug geworden sind, z.B. die Umweltsünden oder der Drang der eigenen Bevölkerung nach Mitsprache. Dann bekommen sie spätestens um 2050 gewaltigen Ärger mit der Demografie, weil sie mit ihrer Ein-Kind-Politik eine noch schrecklichere Alterspyramide produzieren als wir.
Unser Problem mit dem Islamismus ist, dass er sich nicht geografisch eingrenzen lässt. Muslime gibt es überall. Und auch ihre Ideologie ist fließend von gemäßigten, fast säkularen Positionen bis zu einem mittelalterlichen Dogmatismus. Auch deshalb ist die "Medizin" des Herrn Bush so fatal. Er versucht eine geografische Lösung, indem er Krieg gegen Länder führt. Er provoziert damit aber nur die weitere Diversifizierung der entsprechenden Ideologie.
China
Dann bricht u. U. das gesamte Weltwirtschaftssystem zusammen, da sehr viele multinationale Konzerne ihre Produktionen inzwischen grössenteils in China stehen haben oder dort Joint-Ventures betreiben (mindestens ist mir dies von der chemischen Industrie bekannt).
Die islamischen Länder sind viel zu heterogen, um als "geballte Macht" auftreten zu können. Europa wird grosse Probleme mit Migrantenströmen bekommen, wenn Länder wie Marokko oder Ägypten "entsäkularisiert" werden; auch der Libanon ist instabil. Das bevölkerungsmässig grösste islamische Land ist Indonesien.